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 Wie Muslime mit verkürzten Koranversen tricksen

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1Joh4_1




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Anmeldungsdatum: 09.07.2006
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BeitragVerfasst am: 17.08.2006 12:05    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Er hat ja auch ein Schaubeten mit Amgehörigen anderer Religionen gemacht, wo jeder zu seinem Gott oder Götzen betet.
Ich finde, an der Stelle hat er Bibel-widrig gehandelt - "Ich bin der HERR dein Gott, du sollst keine Götter haben neben mir" - und wieder mal hat sich gezeigt, dass der Katholizismus irgendwie auch eine Sekte ist und lediglich den Bonus hat, die Mutterkirche zu sein (und bei der Mutter ist man normalerweise recht nachsichtig).
Es sind in der Katholischen Kirche noch immer zu viele Dinge, zu denen die Bibel eigentlich "nein" sagt, wie Zölibat oder die Bezeichnung "Heiliger Vater" usw.
Aber in der Tat, mich erschrecken solche Sachen auch immer wieder.
"Dialog der Religionen" ist sowieso ein Widerspruch in sich und kann nur funktionieren, wenn die Leute nicht so richtig von ihrer Religion überzeugt sind. Das einzige sinnvolle wäre "Dialog zwischen Angehörigen verschiedener Religionen" - und selbst sogar das ist schwer.
Gucken wir uns doch nur mal an, welche Probleme der ökumenische Kirchentag brachte und dabei die einen Christen den anderen verboten hatten, am Abendmahl teilzunehmen. Und das sind nur Christen.
Zurück zum Ursprungs-Thema: Die Medien machen sich gerne zum Fürsprecher für den Islam und begründen die Ablehnung des Islam mit mangelnder Information, so dass sich der schlecht informierte denen, die "Vorurteile haben" überlegen fühlt, solange, bis man ihm die fehlende Information nachreicht und er auf einmal merkt, dass da irgendwas beim Bild vom freundlichen und friedlichen Islam, das manche Muslime gerne zeichnen, nicht stimmen kann.

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MfG
Euer Johannes

________

Eine Religion, die Lügen erlaubt, dient dem Vater der Lüge. Wer ist der Vater der Lüge?

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Michael




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BeitragVerfasst am: 17.08.2006 12:36    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« 1Joh4_1 » hat folgendes geschrieben:
Er hat ja auch ein Schaubeten mit Amgehörigen anderer Religionen gemacht, wo jeder zu seinem Gott oder Götzen betet.
Ich finde, an der Stelle hat er Bibel-widrig gehandelt - "Ich bin der HERR dein Gott, du sollst keine Götter haben neben mir" - und wieder mal hat sich gezeigt, dass der Katholizismus irgendwie auch eine Sekte ist und lediglich den Bonus hat, die Mutterkirche zu sein (und bei der Mutter ist man normalerweise recht nachsichtig).
Es sind in der Katholischen Kirche noch immer zu viele Dinge, zu denen die Bibel eigentlich "nein" sagt, wie Zölibat oder die Bezeichnung "Heiliger Vater" usw.
Aber in der Tat, mich erschrecken solche Sachen auch immer wieder.
"Dialog der Religionen" ist sowieso ein Widerspruch in sich und kann nur funktionieren, wenn die Leute nicht so richtig von ihrer Religion überzeugt sind. Das einzige sinnvolle wäre "Dialog zwischen Angehörigen verschiedener Religionen" - und selbst sogar das ist schwer.
Gucken wir uns doch nur mal an, welche Probleme der ökumenische Kirchentag brachte und dabei die einen Christen den anderen verboten hatten, am Abendmahl teilzunehmen. Und das sind nur Christen.
Zurück zum Ursprungs-Thema: Die Medien machen sich gerne zum Fürsprecher für den Islam und begründen die Ablehnung des Islam mit mangelnder Information, so dass sich der schlecht informierte denen, die "Vorurteile haben" überlegen fühlt, solange, bis man ihm die fehlende Information nachreicht und er auf einmal merkt, dass da irgendwas beim Bild vom freundlichen und friedlichen Islam, das manche Muslime gerne zeichnen, nicht stimmen kann.


Hi Johannes,

Dein Beitrag gefällt mir gut.
Heilig hin, "heilig" her: Ich halte Herrn Ratzinger für einen belesenen, hochintelligenten Mann, der - im Gegensatz zum sinistren Vorgänger - aus seinen Insider-Infomationen die richtigen Schlüsse zieht.

Leider: Fundamentalistischer Katholizismus ist dem Mohammedanismus näher, als dem Grundgesetz.

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Freiheitskämpfer






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BeitragVerfasst am: 17.08.2006 12:47    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Michael » hat folgendes geschrieben:
Ich halte Herrn Ratzinger für einen belesenen, hochintelligenten Mann, der - im Gegensatz zum sinistren Vorgänger - aus seinen Insider-Infomationen die richtigen Schlüsse zieht.


Ich denke auch. Und Ratzi hat ja schon früher klargemacht was er davon hält. Als der päpstliche Zug nach Assisi fuhr, sprach er mit einem Journalisten, dem er sagte, er fahre zwar auch mit aber er sitze gegen (!) die Fahrtrichtung! Also einen koranküssenden und assisibetenden Ratzi kann ich mir nicht vorstellen. Dazu ist er zu intelligent.

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Aus medizinhistorischer Sicht ist der Koran die Chronik einer Krankengeschichte (Prof. Armin Geus, Medizinhistoriker, Marburg)

Islam ist ein organisiertes Verbrechen gegen die Menschlichkeit! (Dr. Younus Shaikh, Rationalist & Aufklärer)

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free-life




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BeitragVerfasst am: 17.08.2006 13:00    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Das Christentum ist im Prinzip genauso unlogisch, und genauso widersprüchlich wie der Islam. einzig die radikalität ist nicht so stark ausgeprägt.

ansonsten zeugt ja das AT auch nur von Mord, Totschlag, Menschenopfer und Ausrottung anderer Völker..

und an sowas soll man glauben? deswegen weg mit allen Religionen.

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http://www.giordano-bruno-stiftung.de/
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Superman




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BeitragVerfasst am: 17.08.2006 16:04    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

„Es reicht jetzt mit diesem Hinhalten der anderen Wange! Es ist unsere Pflicht uns zu schützen." So sprach Monsignore Velasio De Paolis, Sekretär des Obersten Gerichts des Vatikan, in Bezug auf die Muslime. In Erklärung seiner offenbaren Ablehnung der Ermahnung Jesu an seine Jünger, „die andere Wange" hinzuhalten, führt De Paolis an, dass „der Westen seit einem halben Jahrhundert Beziehungen zu den arabischen Staaten ... und ist nicht in der Lage gewesen, auch nur die geringsten Zugeständnisse bei den Menschenrechten zu erzielen."

De Paolis steht mit diesem Denken kaum allein; in der Tat vollzieht sich in der katholischen Kirche ein dramatischer Wechsel von einer Jahrzehnte langen Politik zum Schutz von unter muslimischer Herrschaft lebenden Katholiken. Die alten Methoden der stillen Diplomatie und der stummen Beschwichtigung haben klar versagt. Die geschätzten 40 Millionen Christen im Dar-al-Islam, stellt Patrick Sookohdeo vom Barnabas Fund fest, sehen sich zunehmend als umkämpfte Minderheit wieder, die sich wirtschaftlichem Niedergang, schwindenden Rechten und physischer Gefahr ausgesetzt sieht. Die meisten von ihnen, fährt er fort, sind verachtete und mit Misstrauen betrachtete Bürger zweiter Klasse, die bei Bildung, Arbeit und vor Gericht Diskriminierung ausgesetzt sind.

Diese harten Umstände sorgen dafür, dass Christen aus ihren angestammten Heimatländern in die gastfreundlichere Region des Westens fliehen. Folglich befinden sich die christlichen Bevölkerungzsahlen in der muslimischen Welt im freien Fall. Zwei kleine, aber anschauliche Beispiele dieses Musters: zum ersten Mal in zwei Jahrtausenden haben weder Nazareth noch Bethlehem eine christliche Bevölkerungsmehrheit.

Die Wirklichkeit von Unterdrückung und Niedergang befindet sich in dramatischen Gegensatz zur anschwellenden muslimischen Minderheit des Westens. Obwohl sie weniger als 20 Millionen zählen und zum größten Teil aus Einwanderern und ihren Nachkommen bestehen, handelt es sich um eine zunehmend etablierte und stimmgewaltige Minderheit, der extensiv Rechte und Schutz gewährt werden, obwohl sie neue rechtliche, kulturelle und politische Privilegien gewinnen.

Diese sich weitende Ungleichheit hat die Aufmerksamkeit der Kirche gewonnen, die nun zum ersten Mal auf den radikalen Islam statt das Handeln Israels als zentralem Problem der Christen zeigt, die unter Muslimen leben.

Ein solches Grollen konnte man schon zur Zeit Johannes Pauls II. hören. Kardinal Jean-Louis Tauran, ehemals das vatikanische Äquivalent eines Außenministers, führte z.B. Ende 2003 an, dass „es zu viele mehrheitlich muslimische Länder gibt, wo Nichtmuslime Bürger zweiter Klasse sind". Tauran drängte auf gegenseitige Gleichbehandlung: „So, wie Muslime ihre Gebetshäuser überall in der Welt bauen können, sollten die Gläubigen anderer Religionen es auch tun können."

Katholische Forderungen auf gegenseitige Gleichbehandlung sind stärker geworden, besonders seit der Amtsübernahme von Papst Benedikt XVI. im April 2005, für den der Islam ein zentraler Sorgenpunkt. Im Februar betonte der papst die Notwendigkeit „die Überzeugungen und religiösen Praktiken anderer zu respektieren, damit im Gegenzug die frei gewählte Religion auszuüben für alle wahrhaft sicher gestellt ist". Im Mai betonte er erneut die Notwendigkeit der gegenseitigen Gleichbehandlung: Christen müssen Einwanderer lieben und Muslime müssen die Christen unter sich gut behandeln.

Niederrangige Kleriker sind, wie üblich, freimütiger. „Die Radikalisierung des Islam ist die Hauptursache für den christlichen Exodus", meint Monsignore Philippe Brizar, der Generaldirektor des Oeuvre d'Orient, einer französischen Organisation, die sich auf nah- und mittelöstliche Christen konzentriert. Bischof Rino Fisichella, Rektor der Lateran-Universität in Rom, rät der Kirche ihr „diplomatisches Schweigen" fallen zu lassen und statt dessen „Druck auf internationale Organisationen auszuüben, um die Gesellschaften und Staaten in mehrheitlich muslimischen Länder dazu zu bringen sich ihrer Verantwortung zu stellen."

Die Krise um die dänischen Karikaturen bot ein typisches Beispiel der katholischen Ernüchterung. Ursprünglich kritisierten Kirchenführer die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen. Aber als Muslime mit der Ermordung katholischer Priester in der Türkei und Nigeria antworteten, ganz zu schweigen von Christen, die in fünftägigen Krawallen in Nigeria getötet wurden, antwortete die Kirche mit Warnungen an die Muslime: „Wenn wir unseren Leuten sagen, dass sie nicht das Recht haben zu beleidigen, dann müssen wir anderen sagen, dass sie nicht das Recht haben uns zu vernichten", sagte Kardinal Angelo Sodano, Innenminister des Vaticans. „Wir müssen immer bei politischen Kontakten mit Behörden in islamischen Ländern unsere Forderung nach gegenseitiger Gleichbehandlung betonen; mehr noch, auch bei kulturellen Begegnungen", fügte Erzbischof Giovanni Lajolo, der Außenminister, hinzu.

Für Christen dieselben Rechte zu erhalten, derer Muslime sich im Christentum erfreuen, ist der Schlüssel für die Diplomatie des Vatikans gegenüber den Muslimen geworden. Dieses ausgeglichene, ernste Herangehen stellt eine tief greifende Verbesserung im Verständnis dar, die Folgen weit über die Kirche hinaus haben könnte, da viele Politiker ihrer Kirchenführung in interreligiösen Fragen folgen. Sollten die westlichen Staaten auch für das Prinzip der gegenseitigen Gleichbehandlung werben, könnten das Resultat in der Tat interessant sein.

Quelle: http://de.danielpipes.org/article/3735

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Michael




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BeitragVerfasst am: 17.08.2006 19:37    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Na was sag' ich: Ratze ist'n hochintelligenter Mann.
Hervorragender Gesprächspartner für Oriana Fallaci, die ihm gut ebenbürtig ist an Verstand und Lebensweisheit. Sie war die erste Frau, mit der er sich als Papst verabredet hat. Kluge Entscheidung.
ImageImage
> ...
Sie wurde zu einer privaten Audience mit Papst Benedikt XVI direkt nach der Konklave eingeladen,
und Fallaci ist der Meinung, dass Papst Benedikt XVI der Mann sein könnte,
der Europa vor der Bedrohung der Islamisierung rettet.
... <<

http://intl.orianafallacitrial.org/index.php?id=67
http://intl.orianafallacitrial.org/

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Michael




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BeitragVerfasst am: 17.08.2006 20:10    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« free-life » hat folgendes geschrieben:
Das Christentum ist im Prinzip genauso unlogisch, und genauso widersprüchlich wie der Islam. einzig die radikalität ist nicht so stark ausgeprägt.

ansonsten zeugt ja das AT auch nur von Mord, Totschlag, Menschenopfer und Ausrottung anderer Völker..

und an sowas soll man glauben? deswegen weg mit allen Religionen.


Stimmt schon; ich seh': Protestantismus, auch Katholizismus, hat sich auf der Grundlage unseres Grundgesetzes und der Verfassungen der Länder als verträglich erwiesen; ich steh' den Kirchen skeptisch-duldend ("tolerierend") gegenüber; die bekennenden Christen, mit denen ich gelegentlich zu tun habe, sind durchweg freundliche, vernünftige Leute, deren Glaube und Lebensentwurf in keinster Weise mit den Menschenrechten kollidiert. Problematisch ist allenfalls das gelegentlich anzutreffende Warmduschertum, daß m.W. in der Renaissance hineininterpretiert wurde, und seither überbetont wird. "... andere Wange hinhalten" und so, dabei die kraftvoll-wehrhaften Texte unterschlagend.
Hier ist mir das Grundgesetz erbaulicher (keine Satire), daß keineswegs nur aus sterilem Verfassungsrechtler-Juristendeutsch besteht, sondern durchaus auch aus herz-haft patriotischer Rede.

btw find' ich Kirchen, insb. imposante gothische, schwer beeindruckende Bauwerke, architektonisch-statische Meisterleistungen, und Kulturgüter, die ich mir sehr gerne aus der Nähe anschaue.

Ich hatte mal Gelegenheit, 'ne recht große Kirchenglocke zu läuten;
cooler Job (fetter sound!).

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1Joh4_1




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BeitragVerfasst am: 17.08.2006 21:33    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Letztlich hatte Jesus gesagt "Halte die andere Wange hin" aber nicht "und das wiederholen, bis einer von Euch zu Boden geht".
Manchmal kann man nur zwischen Sünde und Sünde entscheiden.

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Euer Johannes

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Superman




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BeitragVerfasst am: 21.08.2006 01:22    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Auf www.islam.de gibt es ein Interview mit dem ägyptischen Religionsminister, der das tricksen mit den Koranversen aus dem FF beherrscht:

SPIEGEL: Herr Minister, Ussama Ibn Ladin ruft zum Terror gegen den Westen auf, die Taliban in Afghanistan bedrohen Muslime, die Christen werden wollen, mit dem Tod und zerstörten im März die weltberühmten buddhistischen Statuen von Bamian. Die Fanatiker berufen sich auf Allah ...

Saksuk: ... und begehen damit Frevel. Ich verstehe die Taliban nicht, und ich verurteile sie. Islam, das heißt doch vor allem Toleranz. Unsere Religion setzt sich ein für Frieden, Freiheit und Menschenwürde. Gott hat den Propheten Mohammed gesandt, "um den Menschen in aller Welt Barmherzigkeit zu erweisen". So sagt es der Koran, der dem Menschen ausdrücklich auch die Freiheit der Wahl in religiösen Fragen gewährt: "Wer nun will, möge glauben, wer nicht will, soll es lassen."

SPIEGEL: Von Toleranz und Barmherzigkeit merken wir wenig, wenn wir die Verhältnisse in so genannten islamischen Republiken wie Iran oder Pakistan betrachten.

Saksuk: Jedes Land soll sich so gestalten, wie das Volk das haben will. Wir wollen demokratisch sein, aber ich sehe keinen Grund, anderen unsere Auffassungen aufzuzwingen.

SPIEGEL: Verträgt sich eine Demokratie nach westlichem Muster - Parlamentsherrschaft, eine unabhängige Justiz - wirklich mit den Vorschriften des Islam? Verhindert nicht die Scharia, die auf Allah und seinen Propheten gründende Rechtsordnung, mit ihren strikten Vorschriften für alle Lebensbereiche wirkliche Pluralität?

Saksuk: Mohammed gab Medina eine Verfassung. Darin hat er die Menschenrechte verankert sowie die Pluralität der religiösen Gruppen und kulturellen Interessen - die Juden waren ein Bestandteil dieser Gesellschaft, mit gleichen Rechten ...

SPIEGEL: ... aber nur, solange sie sich unterordneten ...

Saksuk: ... und mit gleichen Pflichten. Im Islam sind vor Gott und dem Gesetz alle Menschen gleich. Der Koran will, dass die Gesellschaft nach zwei Prinzipien gestaltet wird: Gerechtigkeit und Mitbestimmung. Der Prophet hat sich, wenn er in einer Angelegenheit keine göttliche Offenbarung empfing, mit seinen Gefährten
besprochen. "Berate dich mit ihnen", lautet Gottes Befehl an den Propheten im Koran. Mohammed ist - auch mal gegen seine Überzeugung - der Mehrheitsmeinung gefolgt.

SPIEGEL: Wenn das so ist, warum gibt es dann, jedenfalls nach westlichen Maßstäben, keinen einzigen wirklich demokratischen Staat in der islamischen Welt?

Saksuk: Ach, die Maßstäbe des Westens. Der Islam hat schon in der Vergangenheit bewiesen, dass er im Stande ist, in einem toleranten Staatswesen blühende Kulturen zu vereinen. Er kann weltoffener, lernfähiger und flexibler sein als das Christentum. Denken Sie nur an das Kalifat von Córdoba im 10. Jahrhundert. Und nicht wir hatten die Inquisition.

SPIEGEL: Sie hatten aber auch nicht die Aufklärung. Und keinen Martin Luther ...

Saksuk: ... der, wie es heißt, vom Koran beeinflusst gewesen sein soll.

SPIEGEL: Wir dachten, Luther hätte nur den Papst noch mehr gehasst als den Propheten Mohammed.

Saksuk: Der Koran sieht für Muslime nicht zwingend bestimmte Formen der Demokratie vor. Deshalb gibt für uns den Ausschlag auch nicht der Westen, der ja seine Demokratiekonzepte möglicherweise auch der veränderten Wirklichkeit anpasst. Nein, entscheidend ist für uns: Gerechtigkeit, Mitbestimmung, Meinungsfreiheit.

SPIEGEL: Gerade die Meinungsfreiheit ist doch überall in den islamisch geprägten Staaten eingeschränkt - selbst im weltoffenen Ägypten. Erst vor sechs Jahren wurde der Literaturkritiker Abu Seid von einem ägyptischen Gericht zum Ketzer erklärt und sollte von seiner muslimischen Frau zwangsgeschieden werden. Er sah keinen anderen Ausweg, als nach Europa zu fliehen.

Saksuk: Ich würde ihm nie das Recht auf seine religiösen Auffassungen absprechen. Inzwischen wurde der Fall juristisch neu aufgerollt. Schriftgelehrte haben niemals die Befugnis, anderen das Lebensrecht abzusprechen, deshalb ist auch eine "Todes-Fatwa" in Wahrheit unislamisch ...

SPIEGEL: ... wie sie etwa Ajatollah Chomeini gegen den Autor Salman Rushdie gerichtet hat.

Saksuk: "Wenn einer jemanden tötet ... soll es so sein, als ob er alle Menschen getötet hat", heißt es im Koran. Es gibt in Ägypten jetzt auch keine Zwangsscheidung mehr, Abu Seid hätte heute nichts mehr zu befürchten. Ich denke, er wird eines Tages wieder in seine Heimat zurückkehren.

SPIEGEL: Auch der ägyptische Literatur-Nobelpreisträger Nagib Mahfus wurde und wird von fanatischen Muslimen bedroht. Er kam bei einem Attentat nur knapp mit dem Leben davon.

Saksuk: Diese Verbrecher pervertieren unsere Religion. Sie sind Außenseiter der Gesellschaft, solche gibt es in allen Gesellschaften. Aber immer spricht man nur vom "islamischen Terror", das ist unfair. Die Radikalen bei uns haben so wenig mit dem wahren Glauben zu tun wie die irregeleiteten Christen in Amerika, die im Namen ihrer Religion Ärzte in Abtreibungskliniken erschießen.

SPIEGEL: Solcher Fundamentalismus scheint in islamischen Ländern aber tiefer verankert und weiter verbreitet zu sein. Radikale Professoren gibt es selbst an der richtungweisenden Azhar-Universität. Manche Beobachter glauben, sie gewännen immer
mehr an Einfluss.

Saksuk: In Ägypten sind die Radikalen eine winzige, allerdings sehr lautstarke Minderheit. Ich kenne einige dieser Schreihälse, sie sind im Gegensatz zu meinem Kollegen, dem Azhar-Großscheich Tantawi, kleine Geister. Sie klammern sich bei ihrer Koran-Auslegung an einzelne Buchstaben und sehen den größeren Zusammenhang nicht.

SPIEGEL: Toleranz gegenüber Intoleranz?

Saksuk: Man sollte sie gewähren lassen - außer wenn sie zu Mord oder Umsturz aufrufen. Sollte einer der Prediger beim Freitagsgebet die Volksmassen aufhetzen, erfahre ich davon und handele sofort. Alle 40 000 Moscheen des Landes unterstehen mir, und ich kann die Lizenz zum Predigen entziehen.

SPIEGEL: Einige Schriftgelehrte in Kairo postulieren, Frauen müssten sich aus der Politik heraushalten. Die Taliban in Kabul verbieten Mädchen sogar die Schulbildung. Steht das im Koran?

Saksuk: Die entsprechende Textstelle soll mir mal einer zeigen. Die Frau ist dem Mann im Islam gleichgeordnet, hat ein uneingeschränktes Recht auf Arbeit und Bildung. Es gibt auch keinen Schleierzwang, nur die Aufforderung, sich unanstößig zu kleiden. Frauen können selbstverständlich auch hohe Staatsämter übernehmen.

SPIEGEL: Wohin bewegt sich die islamische Welt? Wird die afghanisch-intolerante Variante an Boden gewinnen oder eher die ägyptisch-moderate?

Saksuk: Gott hat die Menschen unterschiedlich geschaffen. Aber ich hoffe, es gibt immer wieder eine positive Erneuerung und Modernisierung.

SPIEGEL: Die Grenzen der islamischen Welt seien blutig, es werde zwangsläufig zu einem "Krieg der Kulturen" kommen, predigt der US-Professor Samuel Huntington.

Saksuk: Das glaube ich nicht. Das sind Feindbilder von gestern. Wir müssen friedlich koexistieren und den Dialog suchen - gleichgültig, welcher Religion und Kultur wir angehören.

Quelle: http://islam.de/126.php

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Michael




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BeitragVerfasst am: 21.08.2006 02:41    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@superman

Hochinteressanter Beitrag für Taqyyia-Studien.

Saksuk: "Wenn einer jemanden tötet ... soll es so sein, als ob er alle Menschen getötet hat", heißt es im Koran.

Adolf Hitler: "Alle Juden ...
müssen plattgemacht werden, weil sie Teufel sind.
Hingegen meine Nazi-Kumpels, die

sind Engel und Helden!!", heißt es in "Mein Krampf"

Saksuk: Ach, die Maßstäbe des Westens. Der Islam hat schon in der Vergangenheit bewiesen, dass er im Stande ist, in einem toleranten Staatswesen blühende Kulturen zu vereinen. Er kann weltoffener, lernfähiger und flexibler sein als das Christentum. Denken Sie nur an das Kalifat von Córdoba im 10. Jahrhundert. Und nicht wir hatten die Inquisition.

HP:
>> ...
Zum einen waren ohne den Geist und die Steuerzahlungen der Juden und Christen weder die Blüte des Cordoba- Kalifats noch die Übersetzung antiker Texte denkbar, noch haben die Muslime selbst das liberale Denken verinnerlicht. Gerade die Vertreter des rationalen Denkens machten mit der spanischen Toleranzform harte Bekanntschaft.

Dabei gerieten nicht nur die „Ungläubigen" in Schwierigkeiten.
Auch viele islamische Philosophen der Region landeten im Gefängnis oder im vorzeitigen Grab. Die geduldeten Juden und Christen galten dem Islam eher als verachtenswert, ebenso wie man ihr Wissen und den Inhalt ihrer Übersetzungen zwar – soweit innerislamisch nützlich – verwendete, aber nicht weiterentwickelte.


Der Mythos vom toleranten Cordoba-Islam wird durch einen Mythos christlicher Intoleranz ergänzt.
Wenn es um die Frage der Gewalt geht, heben die Ideologen des „Dialogs" die Geschichte gänzlich auf. Geradezu monolithisch beherrscht wird ihre positive Islamsicht durch die Kreuzzüge, die man offenbar immer noch für eine akute Gefahr hält. Sie hält man jedem entgegen, der islamische Gewalt erwähnt.

Unter Löschung eines Jahrtausends ragen die Kreuzzüge in die Gegenwart und bewirken zwei radikalisierende Effekte: die Beseitigung islamischer Gewaltgeschichte und die Verewigung europäischer Gewaltgeschichte. Sie sind deutliche Anzeichen dafür, dass man die eigene Zähmung durch Aufklärung und Moderne abstreifen und durch eine vormoderne Kultivierung ersetzen möchte, die dem Islam zu verdanken ist.
... <<

>>
In dem Maße, in dem die Dialogteilnehmer ihre problemlose Islamdeutung zur Doktrin entwickelten, bedeutete ihre diktierte Toleranz den Verzicht der Basisgesellschaft auf Mitspracherechte. Die muslimische Zuwanderung wurde zum Vehikel, mit dem man sich illegitime Machtbefugnisse aneignen konnte.

Indem man kritische Fragensteller als die bekannte „Rassisten" oder zumindest „Ausländerfeinde" abwehrte, ließen sich die Prinzipien demokratischer Meinungsfindung unterlaufen.

Wichtigste Bedingung dieser Vorgehensweise war und ist die Blockade von Wissen über den Islam, letztlich die gezielte Desinformation der Bevölkerung.

<<

Aus:
NDR-Forum 22.12.2004
Islam, Demokratie und „Dialog"
Renaissance der Vormoderne im modernen Rechtsstaat


http://www.moschee-schluechtern.de/texte/raddatz/NDR_041222.htm

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BeitragVerfasst am: 21.08.2006 07:43    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Zitat:
SPIEGEL: Sie hatten aber auch nicht die Aufklärung. Und keinen Martin Luther ...

Saksuk: ... der, wie es heißt, vom Koran beeinflusst gewesen sein soll.

Na, bin mal gespannt wann sie den auch noch zum Mohammedaner erklären. LOL

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BeitragVerfasst am: 21.08.2006 17:29    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich habe ein Bild vom Interview
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BeitragVerfasst am: 11.04.2012 22:43    Re: Wie Muslime mit verkürzten Koranversen tricksen Antworten mit ZitatNach oben

« OnkelAllah » hat folgendes geschrieben:
Ein Freund machte mich drauf aufmerksam:

Über Bekir Alboga von der DITIB (Türkisches Ministerium für religiöse Angelegenheiten), der als Vertreter „der“ Muslime in Deutschland am Integrationsgipfel vom 14.7.2006 im Bundeskanzleramt teilnahm, wird im SPEZIALHeft „Türkei“ des Greenpeace-Magazins (Juli/August ’06) berichtet (S. 42).

Leider ist der gelernte Islamwissenschaftler dort noch nicht einmal in der Lage, einen Koranvers korrekt - d.h. in diesem Fall vollständig - zu zitieren bzw. die Verkürzung KENNTLICH zu machen – was kaum im Sinne eines ehrlichen Dialogs sein dürfte.

Konkret geht es um Sure 5, Vers 32, Satz 1 – hier zwei Versionen im Vergleich:

Version Alboga: "Der Koran sagt: Wer auch nur einen Menschen tötet, der tötet die ganze Menschheit."

Koranversion von Dr. Murad Hoffmann (ehemaliger deutscher Botschafter in Marokko; in der Version Alboga Ausgelassenes wurde von mir hervorgehoben):

"Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Israels angeordnet, daß wer einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder Unheil im Lande angerichtet hat, wie einer sein soll, der die ganze Menschheit ermordet hat. ..."

(Anmerkung: Gerade im Zusammenhang mit dem zunehmend kritischen Blick auf den Islam wurde obiger Vers nach dem 11.9.01 öfter mal in der Albogaschen Version wiedergegeben. Und leider scheinen sich viele Nichtmuslime auch damit abspeisen zu lassen, anstatt mal selbst nachzulesen - und dabei interessante Entdeckungen zu machen.)

Zur Info: Dieser Vers steht im Zusammenhang mit der Geschichte von den "Söhnen Adams" (Sure 5, 27), also Kain und Abel der Bibel. Es stellt sich dabei dem Wortlaut nach die Frage, ob Muslime dieses Gebote an die "Kinder Israels" überhaupt auch gegen sich gelten lassen müssen.
Zudem ist die Einschränkung dieses (oberflächlich betrachtet) Nichttötungsgebots offensichtlich: Und was neben Mord als "Unheil im Lande" gilt, darüber informiert uns ein Kollege von Herrn Alboga, der Saarbrücker Islamwissenschaftler Gerd-R. Puin:

Überhaupt erlaubt der Islam die Todesstrafe nur in den Fällen von Mord, öffentlicher Unzucht und beim Abfall vom islamischen Glauben.“ (aus der Preußischen Allgemeinen Zeitung vom 10. 12.05, S. 6).

Und ein trauriges Beispiel für die (glücklicherweise abgewendete) Todesstrafe bei Abfall vom Islam lieferten uns die Medien vor Kurzem im Fall des in Deutschland zum Christentum übergetretenen Afghanen Abdul Rahman.

Frage: Wie muss eine Religion "gestrickt" sein, dass sie ihre Anhänger durch solche Drohungen gleichsam in Geiselhaft hält?

Doch zurück zum obigen Koranvers aus Sure 5: Dass die hier suggerierte Ablehnung von Mord im Islam reine Augenwischerei ist, wird auch deutlich, wenn man in dem vielleicht vorhandenen Register seines Korans mal unter dem Stichwort "Mord" nachschaut - da gibt es z.B. die Sure 2, Vers 178, Satz 1, wo es heißt:

"O ihr, die ihr glaubt! Euch ist Wiedervergeltung für die Getöteten vorgeschrieben: Der Freie für den Freien, der Unfreie für den Unfreien, und die Frau für die Frau! ...".

Zwar wird in der Fortsetzung dieses Verses die Alternative der Zahlung von "Blutgeld" als Entschädigung vorgeschlagen, die aber ebenso kein MUSS ist! So kommt es z.B. vor, dass in Saudi-Arabien die Familie eines Mordopfers keine Entschädigung, sondern lieber den Kopf des Täters in öffentlicher Hinrichtung rollen sehen möchte.

All dies sollte man wissen, wenn man mit Muslimen einen Dialog betreiben will, der diesen Namen auch verdient!


Im Grunde der einzige Vers im ganzen Koran, der friedlich sein könnte wenn er nicht faktisch das genaue Gegenteil dessen bedeutet für was er immer vorgezeigt wird.
Erstens ist das laut Koran nicht an die Muslime, sondern nur an die Kinder Israels gerichtet, die Juden also .
Die ganze Sure ist ja im Kern die Kurzfassung der biblischen Kain und Abel Story (siehe Vers 30), und in den Versen davor und danah wird ja auch explizit auf Juden und Christen Bezug genommen:
Zitat:
5 Heute sind euch alle guten Dinge erlaubt. Und die Speise derer, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, wie auch eure Speise ihnen erlaubt ist. Und keusche Frauen der Gläubigen und keusche Frauen derer, denen vor euch die Schrift gegeben wurde, wenn ihr ihnen ihre Morgengabe gebt, nur in richtiger Ehe und nicht in Unzucht, noch daß ihr heimlich Buhlweiber nehmt. Und wer den Glauben verleugnet, dessen Werk ist sonder Zweifel zunichte geworden, und im Jenseits wird er unter den Verlierenden sein.


Zitat:
14 Und auch mit denen, die sagen: "Wir sind Christen", schlossen Wir einen Bund; aber auch sie haben einen (guten) Teil von dem vergessen, womit sie ermahnt wurden. Darum erregten Wir Feindschaft und Haß unter ihnen bis zum Tage der Auferstehung. Und Allah wird sie bald wissen lassen, was sie getan haben.


Zitat:
15 O Volk der Schrift, nunmehr ist Unser Gesandter zu euch gekommen, der euch vieles enthüllt, was ihr von der Schrift verborgen hieltet, und vieles übergeht. Gekommen ist zu euch fürwahr ein Licht von Allah und ein klares Buch.


Zitat:
17 Ungläubig sind wahrlich, die da sagen: "Sicherlich ist Allah kein anderer denn der Messias, Sohn der Maria" Sprich: "Wer vermöchte wohl etwas gegen Allah, wollte Er den Messias, den Sohn der Maria, zunichte machen, und seine Mutter und all jenes, was auf Erden ist?" Allahs ist das Königreich der Himmel und der Erde und was zwischen beiden ist. Er erschafft, was Er will; und Allah hat Macht über alle Dinge.


Zitat:
18 Die Juden und die Christen sagen: "Wir sind Söhne Allahs und Seine Lieblinge." Sprich: "Warum straft Er euch dann für eure Sünden? Nein, ihr seid (bloß) Menschenkinder unter denen, die Er schuf." Er vergibt, wem Er will, und Er straft, wen Er will. Allahs ist das Königreich der Himmel und der Erde und was zwischen beiden ist, und zu Ihm ist die Heimkehr.


Zitat:
36 Wahrlich, die Ungläubigen - hätten sie auch alles, was auf der Erde ist, und dann nochmals so viel, um sich damit von der Strafe loszukaufen am Tage der Auferstehung, es würde doch nicht von ihnen angenommen werden; und ihnen wird eine schmerzliche Strafe.


Und hier geht es sogar richtig antisemitisch zur Sache:
Zitat:
43 Wie aber wollten sie dich zum Richter machen, während sie doch die Thora bei sich haben, worin Allahs Richtspruch ist? Dennoch, und trotz alledem, kehren sie den Rücken; und sie sind gar nicht Gläubige.


Zitat:
46 Wir ließen Jesus, den Sohn der Maria, in ihren Spuren folgen, zur Erfüllung dessen, was schon vor ihm in der Thora war; und Wir gaben ihm du Evangelium, worin Führung und Licht war, zur Erfüllung dessen, was schon vor ihm in der Thora war, eine Führung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen.


Und hier haben wir gleich mal den unfreundlichsten Vers überhaupt:
Zitat:
51 O die ihr glaubt! Nehmet nicht die Juden und die Christen zu Freunden. Sie sind Freunde gegeneinander. Und wer von euch sie zu Freunden nimmt, der gehört fürwahr zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.

Ist natürlich eine hasrte Sache das so etwas auf 32/33 ziemlich unmittelbar folgt.

So was muß offenbar betont werden:
Zitat:
57 O die ihr glaubt, nehmt euch nicht die zu Freunden - unter jenen, denen vor euch die Schrift gegeben ward, und den Ungläubigen -, die mit eurem Glauben Spott und Scherz treiben. Und fürchtet Allah, wenn ihr Gläubige seid;


Und das mit den Affen und Schweine wird auch gleich mitgegeben:
Zitat:
60 Sprich: "Soll ich euch über die belehren, deren Lohn bei Allah noch schlimmer ist als das? die Allah verflucht hat und denen Er zürnt und aus denen Er Affen und Schweine gemacht hat und die den Bösen anbeten. Diese sind in einer noch schlimmeren Lage und noch weiter irregegangen vom rechten Weg."


Vertrauen kann man ihnen gar nicht:
Zitat:
61 Und wenn sie zu euch kommen, sagen sie: "Wir glauben", während sie doch mit Unglauben eintreten und mit ihm fortgehen; und Allah weiß am besten, was sie verhehlen.


Überhaupt sind sie böse:
Zitat:
62 Und du siehst, wie viele von ihnen wettlaufen nach Sünde und Übertretung und dem Essen verbotener Dinge. Übel ist wahrlich, was sie tun


Und hier geht es gleich noch mal gegen die Juden:
Zitat:
64 Und die Juden sagen: "Die Hand Allahs ist gefesselt." Ihre Hände sollen gefesselt sein und sie sollen verflucht sein um dessentwillen, was sie da sprechen. Nein, Seine beiden Hände sind weit offen; Er spendet, wie Er will. Und was auf dich herabgesandt ward von deinem Herrn, wird gewiß viele von ihnen zunehmen lassen an Aufruhr und Unglauben. Und Wir haben unter sie Feindschaft geworfen und Haß bis zum Tage der Auferstehung. Sooft sie ein Feuer für den Krieg anzündeten, löschte Allah es aus, und sie trachten nur nach Unheil auf Erden; und Allah liebt die Unheilstifter nicht.


Zitat:
65 Wenn das Volk der Schrift geglaubt hätte und gottesfürchtig gewesen wäre, Wir hätten gewiß ihre Übel von ihnen hinweggenommen und Wir hätten sie gewiß in die Gärten der Wonne geführt.

Zitat:

66 Und hätten sie die Thora befolgt und das Evangelium und was (nun) zu ihnen hinabgesandt ward von ihrem Herrn, sie würden sicherlich (von den guten Dingen) über ihnen und unter ihren Füßen essen. Es sind unter ihnen Leute, die Mäßigung einhalten; doch gar viele von ihnen - wahrlich, übel ist, was sie tun.


und noch mal was gegen die Juden:
Zitat:
70 Wir hatten einen Bund mit den Kindern Israels geschlossen und Gesandte zu ihnen geschickt. Sooft aber ein Gesandter zu ihnen kam mit etwas, das ihre Herzen nicht wünschten, behandelten sie einige darunter als Lügner und suchten andere zu töten.


Aber auch die Christen kriegen ihr Fett weg:
Zitat:
73 Fürwahr, ungläubig sind, die da sagen: "Allah ist der Dritte von Dreien"; es gibt keinen Gott als den Einigen Gott. Und wenn sie nicht abstehen von dem, was sie sagen, wahrlich, so wird die unter ihnen, die ungläubig bleiben, eine schmerzliche Strafe ereilen


Solche Leute kann man ja nur hassen:
Zitat:
75 Der Messias, Sohn der Maria, war nur ein Gesandter; gewiß, andere Gesandte sind vor ihm dahingegangen. Und seine Mutter war eine Wahrheitsliebende; beide pflegten sie Speise zu sich zu nehmen. Sieh, wie Wir die Zeichen für sie erklären, und sieh, wie sie sich abwenden.


Und dann werden noch die Christen gegen die Juden in Stellung gebracht:
Zitat:
78 Die unter den Kindern Israels, die nicht glaubten, wurden verflucht durch die Zunge Davids und Jesus§, des Sohnes der Maria. Dies, weil sie ungehorsam waren und zu freveln pflegten.


Immerhin sind die Christen noch besser als die Juden, Polytheisten und sonstigem Schmeißzeug:
Zitat:
82 Du wirst sicherlich finden, daß unter allen Menschen die Juden und die Götzendiener die erbittertsten Gegner der Gläubigen sind. Und du wirst zweifellos finden, daß die, welche sagen: "Wir sind Christen", den Gläubigen am freundlichsten gegenüberstehen. Dies, weil unter ihnen Gottesgelehrte und Mönche sind und weil sie nicht hoffärtig sind.


Und hier wird denn auch gleich mal gesagt was wir zu erwarten haben:
Zitat:
86 Die aber, die nicht glauben und Unsere Zeichen verwerfen, das sind die Insassen der Hölle.


Letztlich ist diese Sure die entscheidende Hetzsure gegen Nichtmuslime.


Zweitens gilt das auch nur, wenn einer keinen Mord, oder “keinen Unheil im Land” angerichtet hat, wobei die Definition sehr dehnbar ist, was “Unheil anrichten” bedeutet. Khomeini und sein Mordaufruf gegen Salman Rushdie lassen grüßen.
Es ist ja auch absurd, schließlich hat der sogenannte Prophet Mohammed selbst Menschen ermorden lassen, z.B. die jüdischen Kriegsgefangenen von Banu Qurayza:
http://de.wikipedia.org/wiki/Banu_Quraiza
…oder auch Frauen, die Spottlieder über ihn gesungen hatten:
http://www.freitag.de/2002/03/02031802.php
(zweiter Link braucht einen Moment, funktioniert aber).
Also hätte der Prophet Mohammed selbst, der ja der Maßstab ist für den “wahren Islam”, selbst mehrfach die Menschheit ermordet.
Aber selbst das ist ja nicht der Fall:

Aus gebe ich hier mal die dort erscheinenden 4 Versionen der 5/32 UND 5/33 hier wieder:
« Ahmadeyya » hat folgendes geschrieben:
32 Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Israels verordnet, daß wenn jemand einen Menschen tötet - es sei denn für (Mord) an einem andern oder für Gewalttat im Land -, so soll es sein, als hatte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, so soll es sein, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und Unsere Gesandten kamen zu ihnen mit deutlichen Zeichen; dennoch, selbst nach diesem, begehen viele von ihnen Ausschreitungen im Land.

33 Der Lohn derer, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und Unordnung im Lande zu erregen trachten, wäre der, daß sie getötet oder gekreuzigt werden sollten oder daß ihnen Hände und Füße abgeschlagen werden sollten für den Ungehorsam oder daß sie aus dem Lande vertrieben würden. Das würde eine Schmach für sie sein in dieser Welt; und im Jenseits wird ihnen schwere Strafe;


« Rudi Paret » hat folgendes geschrieben:
32 Aus diesem Grund haben wir den Kindern Israel vorgeschrieben, daß, wenn einer jemanden tötet, (und zwar) nicht (etwa zur Rache) für jemand (anderes, der von diesem getötet worden ist) oder (zur Strafe für) Unheil (das er) auf der Erde (angerichtet hat), es so sein soll, als ob er die Menschen alle getötet hätte. Und wenn einer jemanden am Leben erhält, soll es so sein, als ob er die Menschen alle am Leben erhalten hätte. Und unsere Gesandten sind doch (im Lauf der Zeit) mit den klaren Beweisen (baiyinaat) zu ihnen gekommen. Aber viele von ihnen gebärden sich nach alledem maßlos (indem sie) auf der Erde (Unheil anrichten) (fie l-ardi la-musrifuuna).

33 Der Lohn derer, die gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen und (überall) im Land eifrig auf Unheil bedacht sind (? yas`auna fie l-ardi fasaadan), soll darin bestehen, daß sie umgebracht oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen wechselweise (rechts und links) Hand und Fuß abgehauen wird, oder daß sie des Landes verwiesen werden. Das kommt ihnen als Schande im Diesseits zu. Und im Jenseits haben sie (überdies) eine gewaltige Strafe zu erwarten.


« M. A. Rassoul » hat folgendes geschrieben:
32 Deshalb haben Wir den Kindern Israels verordnet, daß, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne daß dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne daß ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und Unsere Gesandten kamen mit deutlichen Zeichen zu ihnen; dennoch, selbst danach begingen viele von ihnen Ausschreitungen im Land.

33 Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, daß sie getötet oder gekreuzigt werden oder daß ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder daß sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil.


« Azhar » hat folgendes geschrieben:
32 Deswegen schrieben wir den Kindern Israels vor, daß jeder, der einen Menschen tötet - es sei denn als Vergeltung für Mord oder Unheilstiftung auf Erden - gleichsam die ganze Menschheit tötet; und wer einem, den der Tod bedroht, zum Leben verhilft, der hat gleichsam der gesamten Menschheit zum Leben verholfen. Wir haben ihnen unsere Gesandten mit den klaren Darlegungen geschickt, und viele unter ihnen haben trotzdem Maßloses auf Erden begangen.

33 Diejenigen, die gegen Gott und Seinen Gesandten kämpfen und auf Erden Unheil stiften, sollen wegen Mordes getötet, wegen Raubmordes gekreuzigt werden. Wegen Wegelagerei und Raub ohne Mord soll man ihnen Arm und Bein wechselseitig abschneiden, und wegen Verbreitung von Panik soll man sie des Landes verweisen. Das ist für sie eine schmachvolle Erniedrigung auf Erden, und im Jenseits erwartet sie eine überaus qualvolle Strafe.

Natürlich ist das so gemeint, das "Diejenigen, die ...auf Erden Unheil stiften" die sind, die den "richtigen" Glauben verleugen oder gar einen anderen - falschen - praktizieren.


Im Zusammenhang mit Vers 33 ist jedenfalls ganz klar, daß dies kein Tötungsverbot sondern im Gegenteil ein Tötungsgebot insbesondere gegen Juden aber wohl auch gegen jeden Ungläubigen ist.

Außerdem enthält der Vers 32 Ausnahmen. Einmal ist Töten erlaubt um einen Mord zu sühnen und andererseits ist Töten erlaubt wenn “Unheil im Lande angerichtet wird”. Das ist eine recht weiche Formulierung, die man aber mit Hilfe des koranischen Gesamtkontext relativ leicht mit Inhalt füllen kann. Zusammengefasst kann man sagen, dass schlicht unislamisches Verhalten “Unheil” anrichtet. Dazu gehört dann zB. Apostasie oder gar der Versuch Muslime für andere Religionen zu missionieren, aber auch Ehebruch, Homosexualität und was eben noch alles der islamischen Definition von “Unrecht” entspricht, bzw Mohammeds Definition von Unrecht.
Entsprechend wird auf der Basis von Vers 33 in muslimischen Strafrechten - z.b. im iranischen - Wegelagerei, Misionierung (gegen den Islam) und "staatsfeindliche Umtriebe" in einem Paragraphen abgehandelt und mit schweren Strafen bedroht. Dies ist natürlich umso witziger als Mohammed zumidnest in seiner Anfangszeit auch Wegelagerei betrieben hat. Dies könnte man so interpretieren (und wird auch so interpretiert), daß Wegelagerei gegen Ungläubige (ohne Vertrag) eben nicht strafbedroht ist.

Letztlich wird eine Hetzsure als Beweis für die Friedlichkeit des Islam genommen. Wenn das nicht typisch ist?

Da 5/32 häufig als Beweis genannt wird sollte man diese Zusammenhänge stets in geeigneter Form parat haben.

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