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 "Ehrenmord" besser brutalster Mord

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Morena




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Anmeldungsdatum: 06.06.2012
Beiträge: 2736


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BeitragVerfasst am: 10.03.2013 11:15    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

selbst wenn es um Eifersucht und Sorgerecht geht, kann man es islamisch begründen.Frau und Kind sind der Besitz des Mannes, Vaters, Bruders und der Besitz kann nicht machen, was er will.
Bei ähnlichen Morden unter Deutschen spielt die Religion wohl eher keine Rolle.
Und auch wenn es bei 2/3 Fällen um "normale" Beziehungstaten gehen könnte,
so fehlen unzählige ungeklärte Morde, die Ehrenmorde sind.

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Amavida






Anmeldungsdatum: 02.05.2011
Beiträge: 2228


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BeitragVerfasst am: 10.03.2013 11:32    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Morena » hat folgendes geschrieben:
selbst wenn es um Eifersucht und Sorgerecht geht, kann man es islamisch begründen.


Man kann vieles so begründen, aber die Frage ist, ob man es auch tut. Nur weil jemand Muslim ist, begründet er sein Tun nicht grundsätzlich und immer mit dem Islam und handelt auch nicht automatisch nach allen seiner Maximen. Ich meine, man darf da nicht alle über einen Kamm scheren. (In meinem Fall übrigens spielte der Islam nicht die geringste Rolle, ebensowenig die ethnischen Zugehörigkeiten.)

Zitat:

Und auch wenn es bei 2/3 Fällen um "normale" Beziehungstaten gehen könnte,
so fehlen unzählige ungeklärte Morde, die Ehrenmorde sind.


Morena, es geht mir nicht allgemein um Ehrenmorde, sondern allein um die als solche in dem Link aufgeführten und damit - und das ist hier mein Anliegen - um die Seriosität und Glaubwürdigkeit der Listen. Da hätte zumindest noch eine Rubrik der ungeklärten Fälle eingerichtet werden müssen.

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Redpanther




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Anmeldungsdatum: 02.04.2009
Beiträge: 13150


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BeitragVerfasst am: 16.03.2013 20:23    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Essen – Iptihal A. († 20) wollte ein freies, eigenes Leben – und musste dafür sterben. Hingerichtet von der eigenen Familie!

Angeklagt sind Mutter Asysa K. (49), Bruder Hüsein K. (20) und zwei Onkel (51, 49). Seit gestern stehen sie vor dem Landgericht Hagen (NRW). Die Staatsanwaltschaft ist sicher: Iptihal wurde ermordet, weil ihr „westlicher Lebensstil“ der Familie missfiel.

Auf einem Autobahn-Rastplatz richteten Bruder und Onkel die junge Frau mit einem Kopfschuss hin, so die Anklage. Mutter Asysa K. soll ihre Tochter zuvor unter einem Vorwand ins Elternhaus gelockt haben, um den Mord zu ermöglichen. Iptihal war aus Angst in ein Frauenhaus geflüchtet.

Vor Gericht streitet die Mutter alles ab. Den Angeklagten droht lebenslange Haft.


http://www.bild.de/news/inland/mord/lockte-ihre-mutter-sie-in-die-todesfalle-29531988.bild.html

Die kurdische Familie stammt aus Syrien, dem Libanon und Teilen der Türkei, und da sie staatenlos sind, stellt sich gar nicht der Gedanke an Ausweisung nach Verbüßung der Strafe.

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Hilde






Anmeldungsdatum: 13.05.2012
Beiträge: 512


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BeitragVerfasst am: 16.03.2013 21:19    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Der Mord geschah vor 4 1/2 Jahren. Der Cousin, der geschossen hat, bekam 14 Jahre. Und nun wird auch schon gegen die anderen beiden verhandelt. Das ging echt flott.
Der Vater der Yezidin Arzu Özmen wurde ebenfalls als die treibende Kraft hinter dem Mord an seiner Tochter gesehen und es gab einige Beweise. Er bekam 6 1/2 Jahre. Mehr wird die Frau nicht bekommen - leider.

Mein Gedächtnis funktioniert doch noch:
Das sind Yeziden. Kurden aus dem Libanon sind fast immer Yeziden und einfach mal schnell ins schlimmster aller Foren geschaut, ob da aktuell darüber geschrieben wird: Bingo. Yeziden.
Yeziden haben einen Sonderstaatus bei der Aufnahme in Deutschland.

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Redpanther




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Anmeldungsdatum: 02.04.2009
Beiträge: 13150


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BeitragVerfasst am: 17.03.2013 03:08    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Hilde » hat folgendes geschrieben:
Der Mord geschah vor 4 1/2 Jahren. Der Cousin, der geschossen hat, bekam 14 Jahre. Und nun wird auch schon gegen die anderen beiden verhandelt. Das ging echt flott.
Der Vater der Yezidin Arzu Özmen wurde ebenfalls als die treibende Kraft hinter dem Mord an seiner Tochter gesehen und es gab einige Beweise. Er bekam 6 1/2 Jahre. Mehr wird die Frau nicht bekommen - leider.

Mein Gedächtnis funktioniert doch noch:
Das sind Yeziden. Kurden aus dem Libanon sind fast immer Yeziden und einfach mal schnell ins schlimmster aller Foren geschaut, ob da aktuell darüber geschrieben wird: Bingo. Yeziden.
Yeziden haben einen Sonderstaatus bei der Aufnahme in Deutschland.


Also wieder einmal Yeziden. Weisst Du mehr über deren Sonderstatus bei der Aufnahme in Deutschland.
Das würde mich sehr interessieren.

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Redpanther




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Anmeldungsdatum: 02.04.2009
Beiträge: 13150


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BeitragVerfasst am: 05.07.2016 13:23    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

"Habe vom Recht Gebrauch gemacht, meine Frau zu töten"

Ein Flüchtling steht wegen Mordes an seiner Frau vor Gericht. Es sei sein Recht, seine Ehefrau zu töten, hatte der Iraker der Polizei gesagt. Warum er dafür ins Gefängnis komme, verstehe er nicht.


Der ganze Artikel:
http://www.welt.de/regionales/bayern/article156798617/Habe-vom-Recht-Gebrauch-gemacht-meine-Frau-zu-toeten.html

Woher glaubt er, dieses Recht nehmen zu können, wenn nicht von seinem Glauben, dem Islam?

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Saluton16




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BeitragVerfasst am: 19.07.2016 21:44    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Moin!

Das ist ein Tatbestandsirrtum und dieser ist - in einem Rechtsstaat - strafmildernd...

Kai

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Montreal




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BeitragVerfasst am: 20.07.2016 01:57    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Redpanther » hat folgendes geschrieben:
Woher glaubt er, dieses Recht nehmen zu können, wenn nicht von seinem Glauben, dem Islam?
Aus dem irakischen Strafrecht.
Diese Erfahrung mußten die US-Truppen im Irak machen. Als einmal eine irakische Mitarbeiterin ermordet wurde, sind sie dem nachgegangen und mußten feststellen, daß es nichts politisch-militärisches war sondern ein klassischer Ehrenmord. Und das war - sogar nach dem Gesetzen aus der Saddam-Zeit - nicht strafbewehrt wenn es Verwandte oder Ehemänner durchführten.
Das dürfte genauso wie in Pakistan laufen wie es in diesem Beispiel gezeigt wird:

Die 25-jährige und im 3. Monat schwangere Farzana Iqbal wird vor dem Gerichtsgebäude durch
Zitat:
etwa 20 Angehörige von Farzana, darunter der Vater, zwei Brüder und der Cousin, den sie heiraten sollte
mit Ziegelsteinen von einer nahen Baustelle getötet.

So dramatisch das auch ist, ist es doch für die Leser dieses Forums nicht weiter überraschend. Interessanter ist schon wie die juristische Begründung wie die Mörder an die Straffreiheit kommen:
Zitat:
Doch er und die anderen Täter werden sich ein Gesetz zunutze machen können: Es erlaubt Familien von Opfern, den Tätern zu vergeben. Die eigenen Angehörigen können nun also den Mördern von Farzana zur Straffreiheit verhelfen.
Der Mörder kann sich also solange straffrei stellen als er Verwandte tötet.
Die Basis hierfür ist ist Koran Sure 18 Verse 66-80 aufgelöst in Steinigung: Koranische Strafe, die nicht im Koran steht - Debatten - FAZ. Auf dieser Basis wird in so gut wie allen muslimischen Ländern der Mord an weiblichen Verwandten weitgehend straffrei gestellt.

Bemerkenswert:
Zitat:
Die pakistanische Aurat-Stiftung hat für eine Studie zu Ehrenmorden Zeitungsberichte ausgewertet. Danach werden etwa tausend Frauen in Pakistan jährlich das Opfer solcher Taten. Die Dunkelziffer ist nach Schätzungen der Organisation allerdings wesentlich höher.


Er hat halt angenommen solche Gesetze gäbe es hier auch. Und dann ist es vernünftig sich der Polizei zu stellen. Vermutlich kommt der befreiende Paragraph im Irak und Pakistan nicht zum tragen wenn man es der Polizei nicht zeitnah meldet.

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Montreal




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BeitragVerfasst am: 19.05.2017 00:42    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben



Zitat:
as in the majority of other such cases in Jordan and the Palestinian territories, the “extenuating circumstances” the judges cited to lighten the sentences were that the family dropped charges against the defendants — who are part of the family — saying it was an honor killing.

Once the charges are dropped — in Palestinian legal parlance this is called “dropping the personal right [of the victim]” — the judge can use Article 99 to lighten the sentence.

Palestinian women’s rights advocates have argued the law is a two-pronged dagger: it incentivizes murder by minimizing punishment and also incentivizes murderers of women to claim they killed for their family’s honor.

“We have documented cases where someone was killed over inheritance or financial issues but it was documented as an honor killing,”


Es ist nicht nur so, daß in den Pästinensergebieten und Jordanien Ehrenmörder weitgehend frei rauskommen. Es geht weiter. Bei einem Mord aus "normalen" (etwa finanziellen) Gründen bietet es sich an dem Gericht das als Ehrenmord zu verkaufen.

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